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20. Juni 2020
18:00 – 19:00 Uhr

PERFORMING ARTS & EQUALITY

Vortrag

Von Laura Kiehne und Nicola Bramkamp

Geschlechtergerechtigkeit braucht Strukturwandel - ensemble-netzwerk und BURNING ISSUES stellen sich vor

Die Strukturen im Theater sind veraltet und verkrustet – mit diversen, schwerwiegenden Folgen für die Arbeitsbedingungen der künstlerischen Mitarbeiter*innen und mittlerweile auch das Ansehen des Theaters in der Öffentlichkeit. Insbesondere Frauen werden an vielen Stellen strukturell benachteiligt, was die Studie von Staatsministerin Monika Grütters 2016 eindrücklich mit Zahlen und Fakten belegte. Die Theater brauchen einen Struktur- und einen Kulturwandel. Das heißt, einen Mind Change auf der einen Seite aber auch rechtlich verbindliche Reformen auf der anderen Seite. Nicola Bramkamp (Initiatorin BURNING ISSUES) und Laura Kiehne (Vorstand ensemble-netzwerk) stellen vor, welche Reformen benötigt werden, welche Ansätze es schon gibt und wie sich die BURNING ISSUES Konferenz und das ensemble-netzwerk mit ihrer Arbeit für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Theater einsetzen.



Laura Kiehne, geb. 1988 in Berlin, ist Schauspielerin, Dramaturgin (M.A.) und Projektleiterin internationaler Festivals und Konferenzen. 2014 war sie als Schauspielerin und Dramaturgin am Stadsteater Uppsala engagiert. Seit 2015 leitete sie gemeinsam mit Dr. Christian Papke „TALKING ABOUT BORDERS - Internationaler Dramenwettbewerb und Festival“. Für das ensemble-netzwerk ist sie als Vorstandsmitglied aktiv und organisiert seit 2016 die Konferenz Konkret, die Bundesweiten Ensemble-Versammlungen und BURNING ISSUES meets Theatertreffen. Auch in Film und Fernsehen ist Laura Kiehne tätig: Neben verschiedenen Fernsehauftritten gehört sie seit 2017 zum Hauptcast der TV-Serie „Babylon Berlin“.

Foto: Stefan Klüter

Nicola Bramkamp ist Dramaturgin und Kuratorin. Sie arbeitete u.a. als Dramaturgin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg bevor sie von 2013 bis 2018 als Schauspieldirektorin an das Theater Bonn wechselte. In dieser Zeit trat sie mehrfach als eine Vorkämpferin bei der strukturellen Veränderung des Stadttheaters in Erscheinung und hat durch die Initiierung von BURNING ISSUES, der ersten bundesweiten Konferenz von Theatermacher*innen die Themen Geschlechtergerechtigkeit, Vereinbarkeit von Karriere und Beruf sowie Inklusion und familienfreundliche Arbeitsbedingungen in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht. Darüber hinaus ist sie künstlerische Leiterin der Art meets Science Initiative SAVE THE WORLD und lehrt regelmäßig an verschiedenen Hochschulen.

Foto: Thilo Beu